Mein Kind mit 17 Monaten.

4/11/2012

Räuberkind. Frechdachs. Schlawiener. Wirbelwind.

Diese 4 Begriffe treffen wohl gerade am besten auf Janni zu. Mit seinen 17 Monaten ist er der Mittelpunkt unseres Lebens. Und das voll und ganz. Denn 5 Minuten ruhig sitzen ist Schnee von gestern. Wäre ja auch viel zu uncool, Mama einfach mal 5 Minuten am Tag durch atmen zu lassen. Viel  lieber stellen junge Herren mit 17 Monaten alles auf den Kopf. Klar, denn man ist ja jetzt im laufen, klettern und toben Weltmeister. Es wäre ja auch viel zu langweilig dafür vorgesehene, Kindersichere und geprüfte Spielzeugvorichtungen zu nutzen. Viel mehr Spaß macht es, auf die Kissen der Couch, hoch zum Fenster zu klettern, sich an den Fenstergriff zu klammern um sich somit zum Fenster hoch zu ziehen und um dann auf den Couchkissen bis auf den Boden hinab zu rutschen. Oder mal eben den Schaukelstuhl bis zur Wickelkommode zu schieben damit dafür speziell zweckentfremdete  Erhöhungen angebracht werden können um somit die Wickelkommode besteigen zu können, welche wohl noch unerforschte Weltendeckungen bietet. Oder aber auch der Inhalt einer Toilette kann zu einem spannenden Tagesprojekt führen, welches selten am eigentlichen Ort selber unter die Lupe genommen wird. Gerne werden auch stibitze und gemoppste Herzensgegenstände unter dem eigenen Kopfkissen oder der ritze zwischen Bett und Wand versteckt. RäuberkindFrechdachsSchlawienerWirbelwindkinder müssen nicht nur sich, sondern auch gerne mal den eingeladenen Besuch präsentieren, wie toll die doch vor kurzen erworbenen, eigenen Esskünste sind. Vorsicht! Schmiergefahr! Die lieblingstops sollten vorerst noch im Schrank hängen bleiben! Auch Luftküsschen und Umarmungen werden jetzt zu genüge verteilt. Das jedoch muss man sich hart erkämpfen. Denn richtige RäuberkindFrechdachsSchlawienerWirbelwindkinder küssen nicht jeden. Nein nein. So einen Kuss gibt es nur bei besonderer Leistung oder gegen Essen. Apropro Essen. Da sind junge Herren nun auch wählerisch. Es wird aussortiert und hinausgepickt, oder bei ganz miserablen Kochkünsten der Mutter auch mal gerne ganz verschmäht. Der Hund ist schließlich auch immer Hungrig, meint Janni jedenfalls. Und da der Hund anscheinend genau das mag, was er nicht mag, wird heimlich alles gebunkert und verfüttert. Ob es dabei nun in der Strumpfhose oder den Taschen zwischen Lagert, spielt hierbei keine Rolle. Auch trotzen in Form von auf den Boden werfen und ums Überleben schreien, wenn es dann mal nicht nach Herrn Wutkopf geht, kennen wir schon und war des öfteren Eingeladen. Wäre ja auch viel zu uncool, Mama einfach mal 5 Minuten am Tag durch atmen zu lassen.....
 

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