Blogparade: 5 Dinge, die dein Kind darf, andere aber nicht

6/25/2012



Endlich schaffe ich es auch einmal, bei einer Blogparade von Pusteblumenbaby mitzumachen! Als lange, stille Leserin verfolge ich ihren Blog schon ewig und bin immer wieder aufs neue Begeistert von ihrer Art zu Schreiben. In Majas Blog findet ihr regelmäßig Interessante Beiträge zur Erziehung und ihrer Sicht auf die kleinen, feinen Dinge, die unser Leben so besonders machen. Auch der Hintergrund, dass wir beide aus der selben Stadt kommen, lässt mich regelmäßig schmunzeln. 

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Bei der aktuellen Blogparade, geht es um 5 Dinge, mein Kind darf, andere aber nicht. Sehr interessant wie ich finde. Denn was dürfen andere Kinder, was ich vielleicht für falsch halten könnte? Genauso, was denken andere Mütter von mir, wenn sie wissen, was Janni alles darf? Für mich ist es in erster Linie wichtig, dass ich zufrieden bin mit meiner Erziehung. Solange ich das Gefühl habe, alles richtig zu machen, geht es mir gut dabei und meinem Kind ebenfalls. Denn solange sich meine Ruhe auf Janni ausstrahlt und ich ihn auch in schwierigen Situationen auffange, kann er zu einem Menschen heran wachsen, der Selbstbewusst und Offen durchs Leben geht. Mir ist es wichtig, dass Jannik sich frei Entfalten kann, deshalb gibt es auch bei uns mindestens 5 Dinge, die er darf, andere Kinder aber manchmal nicht:

 1) Jannik darf mit dem Essen "matschen"!

Ein 19 Monate altes Kind hat weiss Gott besseres im Sinn, als anständige Tischmanieren. Auch wenn er mit der Gabel oder dem Löffel schon recht fit ist, schmeckt es oft mit den Fingern am besten. Es wird gefühlt und ausprobiert, gematscht und gekleckert. Kein Problem für uns. Denn Kleidung kann man waschen, genauso lässt sich der Esstisch abwaschen. Am Schluss landet sowieso alles im Mund, was nicht bei 3 vom Teller fliehen konnte. Mittlerweile nimmt aber auch das Interesse am erfühlen des Essens ab, sodass er von alleine das Bedürfnis hat, so wie wir zu speisen. Komme es wie es wolle. Uns macht es nichts aus. Letztendlich lernen Kinder sowieso nur durch Nachahmung und ständiges Wiederholen. In ein paar Monaten hat sich auch das erledigt und sollte es anders sein, hatte mindestens einer seinen Spaß!

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2) Jannik darf in Pfützen baden!

Bei Wind und Wetter sind wir draußen. Und da bleibt es auch nicht aus, dass auch mal Pfützen und andere Matschartige Untergründe erforscht werden wollen. Neulich erst noch, bei einem langen Spaziergang mit Hund und Kind auf dem Feld, tanzte Jannik wieder in einer Pfütze. Vom Durst gepackt, probierte er also, wie Pfützenwasser wohl schmecken kann. Anscheinend haben wir alle was verpasst, denn es muss ein voller Erfolg für den kleinen zarten Gaumen gewesen sein. Fröhlich wurde immer wieder mal ein Schlückchen genommen, sich das Haar feinsäuberlich "eingematscht" und laut gesungen. Ähnlich, wie in der Badewanne. Janni hatte totalen Spaß, warum auch, sollte ich ihm das verbieten? Wegen dem bösen, gefährlichen Regenwasser? Dem Matsch? Kleidung und Kind kann man waschen! Es gibt schlimmeres, als ein glückliches, gesundes Kind!

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3) Jannik darf auch mal seine Probleme selber klären!



Viel zu oft schreiten Eltern viel zu schnell ein! Dabei können unsere Kleinsten sich schon selbst behaupten! Ob in der Krabbelgruppe, oder auf dem Spielplatz. Es kann nun mal immer Streitpunkte geben. Sei es eine Schaufel, das Lieblingsauto oder die Aufmerksamkeit des besten Kumpels. Natürlich darf auch Jannik nicht wahrlos auf andere Kinder einschlagen, aber er darf lernen, was richtig und was falsch ist! Und manchmal gehört ein kleiner Schupser nun mal auch dazu! Janni ist mittlerweile in der Lage, zu erkennen, wann er zu weit gegangen ist. Er entschuldigt sich, wenn er etwas falsch gemacht hat und zu grob zu einem Kind war oder ist bei sensibleren Kindern etwas vorsichtiger. Er entwickelt langsam ein Gefühl dafür, was der Umgang mit einander bedeutet. Und hin und wieder, gehört nun mal auch ein kleiner Schupser dazu...

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4) Jannik darf seine Grenzen austesten, auch auf der Emotionalen Ebene!



Nicht immer ist ein Kleinkindalltag einfach. Vieles, was wir schon können, müssen unsere Kinder erst lernen. Da bleiben Wutanfälle und Trauer nun mal nicht aus. Denn auch Gefühle müssen ausgetestet werden. Und dabei gehören Wut und Verzweiflung im Alltag eines Kleinkindes wohl zu den häufigsten Gefühlsausbrüchen. Er darf also auch mal auf den Tisch hauen und sagen, was ihm nicht passt (sofern er das schon kann, meistens, ist es ein wildes Gebrülle und Geschreie). Aber alles hat seinen Grund. So frustriert es ihn also, wenn er etwas nicht auf anhieb packt. Wie alle Kleinkinder ist Janni sehr Zielstrebig und versucht, alles zu erlenen, was kleine Räuber noch nicht beherrschen. Es ist also Nachvollziehbar, dass auch er mal sehr wütend werden kann. Genauso ist es bei Sachen, die er einfach nicht bekommt. Sei es der heiße Kochtopf, der Schlafende Hund der in Ruhe gelassen werden soll oder Mamas Drumsticks (Wobei das mit den Drumsticks auf Erfahrungen unser aller Wohl beruht). Auch hier wird gebrüllt und sich auf den Boden geworfen. Andersrum gibt es natürlich auch Erfolge, die gefeiert werden wollen. Auch hier darf Jannik sich freuen und Luftsprünge machen. 

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5) Jannik darf auf meine Auftritte mit!


Vor 35.000 Menschen auf einer Bühne stehen? Für Jannik kein Problem. Er kennt es und hat immer Rückzugsmöglichkeiten, wenn er nicht mehr mag. Viele mögen mich jetzt für Verantwortungslos halten, jedoch muss ich dazu sagen, dass ich auch noch Lebe und es nicht anders kenne ;) Janni wird nie gezwungen, mit auf die Bühne, dem Rundgang durch die Kölnarena oder sonstigen Auftritten mit zu kommen. Im Gegenteil. Angenehmer für mich wäre es ohne meinen kleinen Räuber. Immerhin sitze ich hinter dem Schlagzeug und kann nicht mal eben einfach aufstehen. Für Jannik kein Problem. Denn er trommelt einfach mit drauf, während ich spiele ;) Es ist sogar so, dass ein Riesen Aufstand gemacht wird, wenn er mal nicht mit darf. Für ihn ist es wie bei einer 2 Familie. Er kennt alle seit seiner Geburt und fühlt sich zwischen der Musik am wohlsten. Er lacht, tanzt und applaudiert, musiziert und freut sich jedes mal aufs neue, dabei sein zu dürfen. Die strahlenden Augen meines Kindes, zeigen mir, dass er die Musik genauso lebt, wie ich! Und sollte es ihm doch einmal zu viel werden, sind genug vertraute Arme da, in denen er sich kuscheln kann!


Und jetzt seid ihr gefragt! Was dürfen eure Kinder, was andere nicht dürfen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen zu meinem Beitrag!


Bis zum 28.06.2012 könnt ihr außerdem bei dem aktuellen Gewinnspiel von Pusteblumenbaby teilnehmen! Viel Glück!

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4 Kommentare

  1. Hey,

    ich finde es keines Falls verantwortungslos, dass Du Janni mit zu deinen Auftritten nimmst, warum auch? Wenn er sich dort wohl fühlt, warum denn nicht? Ich denke, dass keine Mutter die ihr Kind liebt es zu etwas zwingt, dass ihm nicht gut tut.

    Auch in den anderen Punkten bin ich ganz bei Dir, sehe das für unsere kleine Lady auch so!!!

    LG von Nicole

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  2. Ich versuche gerade herauszufinden, in welcher Band du spielst ;) Die Fotos von Maja-Juli sind auch super schön. Und ansonsten finde ich das alles auch nicht verantwortungslos. Frage ist nur wegen der Lautstärke oder? Benutzt ihr da irgendwie Ohrpropfen?

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  3. Ach und noch was: Das Bild mit der Schüssel ist geil :)

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  4. Ist doch klasse, wenn Kids mit den Eltern zur Arbeit gehen dürfen :-)

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